Sprachen lernen durch das Ausweniglernen von Texten

Eine interessante Lern-Methode habe ich bei Egonet.de entdeckt: dabei lernt man eine bestimmte Anzahl an Texten in der Zielsprache auswendig, die man zuvor genau übersetzt hat.
Es ist eine Art Abwandlung der Birkenbihl-Methode und beweist, dass Menschen von ganz allein auf gehirn-gerechte Lernmethoden kommen, wenn man es ihnen nicht verbietet – oder wenn ihre Verzweiflung groß genug ist.

Mir gefällt besonders die Anregung, Songtexte mit dieser Methode nebenher zu lernen und sich dadurch eine Sprache anzueignen, was viele Jugendliche ohnehin schon tun, ohne es zu wissen.

Noch besser ist diese Vorgehensweise:
Um sich eine akzent-freie Sprache anzugewöhnen ist es wichtig, dass man nur mit Texten arbeitet, die man als Audiodatei besitzt und die von einem Muttersprachler gesprochen wurden.
Diese kann man dann aktiv und passiv anhören und später auch leise mitsprechen, wobei man hauptsächlich die Aufnahme hören können sollte und nicht sich selbst. Am besten also mit Kopfhörern zuhören.

Weitere Infos gibt es hier.

seine Muttersprache um neue Wörter erweitern

Dr. Otto Buchegger schreibt auf seiner sehr informativen Website:

„Es war für mich interessant Kinder beim Erlernen einer Fremdsprache im Ausland zu beobachten. Sie glauben nicht eine neue Sprache zu lernen, sondern sie erweitern nur ihre bestehende Sprache! So können es auch die Erwachsenen machen.“

Wenn man – beispielsweise im Urlaub – ein Kind auf einem Spielplatz beobachtet, auf dem alle anderen Kinder einen fremde Sprache sprechen, wird man darüber staunen, wie unverkrampt alle trotz unterschiedlicher Sprachen miteinander spielen und wie schnell dieses Kind die wichtigsten Vokabeln in der fremden Sprache lernt.

Diese Einstellung sollte man übernehmen, um sehr rasch Fortschritte beim Lernen zu machen. Erweitern Sie einfach Ihren Wortschatz um neue Ausdrücke auf Deutsch und in einer anderen Sprache, indem Sie einen Satz aufschreiben, ihn de-kodieren, ihn sich am besten von einem Muttersprachler auf den MP3-Player sprechen lassen und dann wiederholt anhören und ihn schließlich anzuwenden versuchen.

Die Birkenbihl-Methode: erster Schritt

1. Schritt De-kodieren:
Bedeutung der Wörter im Zusammenhang verstehen

Hierzu den Text abtippen oder vergrößert kopieren, damit genügend Platz zum Schreiben entsteht.

Danach de-kodiert man diesen Text, das bedeutet, ihn interlinear, Wort-für-Wort zu übersetzen, ohne Rücksicht auf eine gute Übersetzung wie man sie in der Schule schreiben sollte.

Dahinter steckt, dass man durch diese eigenartige Übersetzung mehr über die Sprachstruktur, Grammatik und auch die Kultur des Landes, in dem die Sprache gesprochen wird lernt, als man für möglich hält und das ganze auch noch nebenher mit Entdecker-Freude und viel Gelächter, weil die De-Kodierung oft sehr komisch klingt.

Anfänger bitten einen Muttersprachler oder jemanden, der die Sprache bereits sprechen kann um Hilfe.

Etwas Fortgeschrittene und Wieder-Einsteiger arbeiten im Team, was ganz besonders viel Spaß macht, weil zwei Personen selten die gleichen Lücken haben und man daher in der Gruppe schon ohne fremde Hilfe sehr weit kommt.

Einzelkämpfer können natürlich auch allein mit einem Wörterbuch und/oder dem Internet de-kodieren, oder man arbeitet wieder als Team, indem jedes Mitglied eine Lektion des Buches de-kodiert und den anderen zur Verfügung stellt.

Dann liest man sich diesen pseudo-deutschen Text durch und versucht, zu verstehen worum es darin geht.
Bei sehr fremdartigen Sprachen kann man alles zusätzlich in gutes Deutsch übersetzen, weil es wichtig ist, den Sinn zu verstehen.

Am allerwichtigsten ist in diesem ersten Schritt, sich die Szene möglichst genau vorzustellen.
Ganz gleich, ob als innerer Action-Film oder lieber mit Bildern oder als Schauspiel mit bekannten Personen als Darsteller, wenn man die Szene visualisiert,  ist der zweite Lernschritt damit ebenfalls schon halb geschafft .

Weiter geht es mit dem zweiten Schritt.

Die Birkenbihl-Methode zum Sprachenlernen – was ist das eigentlich?

Die Birkenbihl-Methode wurde vor mehr als 20 Jahren von Vera F. Birkenbihl entwickelt, kommt einem aber sehr modern und neuartig vor, weil sie so ungewöhnlich und leider auch noch nicht so bekannt ist.

Wenn man die Kurzbeschreibung des Buches

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Sprachenlernen leichtgemacht ansieht, wird einem – wie das bei Sprachkursen immer ist – viel versprochen:

„Vokabelpauken verboten, schnelles Anwenden, verblüffend einfach. Sprache lernen ohne großen Zeitaufwand, Grammatikregeln und Auswendiglernen mit der ‚gehirn-gerechten‘ Birkenbihl-Methode, bis zu 80% der Lernarbeit ans Unbewußte delegieren, DVD-Training.“

Das klingt alles phantastisch und es funktioniert wirklich, wenn man weiß, worauf man achten muss und sich wirklich an die Schritte hält, aus der die Methode besteht.

Ich bin als Gymnasiastin über eine Ausgabe des Buches gestolpert und habe mich sofort mit Feuereifer ins Lernen gestürzt. Der hielt leider nicht sehr lange an, weil ich die Methode noch nicht richtig verstanden hatte und einen wichtigen Part einfach ausließ und keine so raschen Erfolge hatte, wie ich es mir erhofft hatte.

Damit es anderen nicht auch so geht, werde ich in den folgenden Artikeln berichten, worauf es wirklich ankommt.

1. Schritt

2. Schritt

3. Schritt

4. Schritt

Zusammenfassung1 oder  Zusammenfassung 2 von Vera F. Birkenbihl selbst

Soviel aber schon mal vorweg: Im Gegensatz zum Vokabeln-Pauken und Grammatik-Unterricht in der Schule macht das Sprachenlernen auf diese Art richtig Spaß, weil man dadurch gehirn-gerecht vorgeht. Dadurch fällt einem das Lernen auf einmal leicht, auch wenn man bislang glaubte, zu den Menschen ohne Sprachgefühl zu zählen.

Wer sich davon überzeugen will, dem empfehle ich, die Erfolgsstories auf der Birkenbihl-Akademie-Seite der Autorin zu lesen. Dann haben Sie alle Informationen, um die Methode mit Hilfe meiner Anweisungen selbst auszuprobieren.

Viel Spaß beim Sprachen-ENT-decken

Theresa