Selbstmotivation – gegen den inneren Schweinehund

Wir alle kennen diesen Gedanken: „Ich sollte mal wieder, aber nicht gerade jetzt. Jetzt habe ich keine Lust/keine Zeit/…“

Gegen den vielzitierten “inneren Schweinehund” empfehle ich folgende Strategien, um sich selbst zu motivieren (intrinsische Motivation):

Automatisieren

Indem man das Lernen einfach mit einer Handlung zu verknüpft, die man sowieso täglich ausführt, wie z.B. Zähneputzen, Autofahren, Bahnfahren, irgendwo Anstehen, Warten etc.

Das hat den Vorteil, dass man nicht mehr lange darüber nachdenkt, ob man gerade Lust hat etwas zu tun oder lieber doch nicht.

Dieses Nachdenken führt sonst häufig dazu, dass man etwas nicht tut, weil es mit irgendeinem inneren Widerstand verknüpft ist, oder schlicht, weil man keine Lust dazu hat oder verlockendere Alternativen.

Indem man das Lernen mit einer täglichen Handlung verbindet, wird es stattdessen automatisiert und man muss diesen inneren Dialog nicht mehr so häufig führen sondern tut einfach, wofür man sich einmal entschieden hat.

Das Ganze funktioniert wirklich, das einzige Hindernis ist hierbei, dass man sich dazu zwingen muss, gleich heute damit anzufangen, denn sonst bleibt es ein ewiger Neujahrs-Vorsatz!

Vielleicht kann ich Sie mit persönlichen Tipps überzeugen?

Erfahrungsbericht: fahrZEIT ist Lernzeit

Jedes Mal, wenn ich den Autoschlüssel in der Zündung herumdrehe, schaltet sich mein Autoradio an und spielt ein schwedisches Hörbuch ab, ohne dass ich etwas dafür tun müsste und ohne dass ich darüber nachgedacht hätte, ob ich überhaupt Lust habe, ein Hörbuch anzuhören.

Dadurch nutze ich ungefähr 10 Stunden in der Woche, um schwedische Literatur zu hören die ich sonst lesen würde (wenn ich die Zeit dazu hätte;-)) und mich gleichzeitig mit aktueller Sprache und guten Aussprache-Vorbildern zu umgeben. Vera F. Birkenbihl nannte diese Strategie „einen Kurzurlaub im Land machen“.

VerEinfachen

Wichtig ist für mich besonders, dass ich einfach mit dem Lernen anfangen kann, denn sonst (er)finde ich sehr schnell Ausreden, weil es zu umständlich wäre, erst einmal alle benötigten Dinge zusammenzusuchen.

Tipps aus meinem Alltag

– das Buch aufgeschlagen auf dem Esstisch/Schreibtisch liegenlassen
– eine Playlist auf meinem MP3-Player anlegen
– die Datei im Computer mit der Ziffer 1 vor dem Titel speichern, damit sie ganz oben im „Finder“ erscheint (oder sie am besten direkt auf dem „Schreibtisch“ speichern)
– den entsprechenden Webradiosender als Lesezeichen in meinem Webbrowser speichern
–  direkt die App des schwedischen Radios (SR.se) auf meinem Smartphone nutzen, die nur einen Fingerdruck entfernt ist, weil das Gerät ohnehin immer angeschaltet bleibt (Play für Android & Play für iOS)

Und welche Strategien haben Sie, um sich selbst zum regelmäßigen Lernen zu überlisten?

 

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